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September 2022

Einsatz von Leitern: So oft wie nötig, so wenig wie möglich

Sie führen uns hoch hinaus, lassen uns aber auch in die Tiefe stürzen: Bei einem großen Teil aller Absturzunfälle in Betrieben sowie auf Bau- und Montagestellen handelt es sich um Stürze von Leitern. Mit Blick auf den Arbeitsschutz gilt daher, bei hochgelegenen Arbeitsplätzen nur als letzte Option auf Leitern zurückgreifen.

Tipps für den sachgerechten Umgang mit Aufstiegen – Was zu beachten ist, wenn Leitern zum Einsatz kommen.

Grundsätzlich sind Leitern nur dann zu verwenden, wenn es wegen einer geringen Gefährdung und kurzen Verwendungsdauer nicht verhältnismäßig ist, andere, sicherere Arbeitsmittel, wie Hubarbeitsbühne, Gerüst oder fahrbare Arbeitsbühne, zu verwenden. Zudem muss die Gefährdungsbeurteilung ergeben, dass der Zugang und Abgang sowie die Arbeiten sicher auf der Leiter durchgeführt werden können. „Bei der Prüfung auf Verhältnismäßigkeit müssen außerdem die baulichen Gegebenheiten berücksichtigt werden“, sagt BGHM Expertin Stocker. So können beispielsweise in sehr engen Räumen oftmals keine alternativen Arbeitsmittel zum Einsatz kommen. Wird eine Leiter verwendet, muss dies in der Gefährdungsbeurteilung begründet werden.

Die Leiter als Verkehrsweg

Leitern als Zugang zu oder zum Abgang von hochgelegen Arbeitsplätzen zu verwenden ist dann zulässig, wenn der zu überwindende Höhenunterschied maximal fünf Meter beträgt. Stufenleitern bieten generell einen besseren Halt, es sind aber auch Sprossenleitern zulässig. Wichtig ist, dass auf einen sicheren Anlegewinkel und einen Leiterüberstand von einem Meter an der Austrittsstelle geachtet wird; ab einer Leiterlänge von drei Metern ist eine Fußverbreiterung vorgeschrieben. Verboten ist es, Stehleitern als Anlegeleitern zu verwenden sowie von diesen aus auf Maschinen zu steigen oder Bauteile überzusteigen.

Die Leiter als Arbeitsplatz

Eine Leiter als hochgelegenen Arbeitsplatz zu verwenden ist grundsätzlich nur bis zu einer Standhöhe von zwei Metern zulässig; werden nur zeitweilige Arbeiten ausgeführt, ist jedoch eine Standhöhe zwischen zwei und fünf Metern erlaubt. Zeitweilige Arbeiten sind Arbeiten, die einen Zeitraum von zwei Stunden je Arbeitsschicht nicht überschreiten, beispielsweise Wartungs-, Instandhaltungs- oder Montagearbeiten. Bei allen Arbeiten auf Leitern muss der oder die Beschäftigte mit beiden Füßen auf einer Stufe stehen. „Podest- oder Plattformleitern bieten noch mehr Sicherheit als normale Anlege- und Stehleitern“, sagt Kathrin Stocker. Sprossenleitern dürfen nur in begründeten Fällen als Arbeitsplatz verwendet werden, etwa bei engen Schächten.


Grundsätzlich gilt: „Prüfen und reduzieren Sie Ihren Leitereinsatz“, rät BGHM-Expertin Stocker.

Quelle: BGHM-Aktuell

Offizieller Terminkalender des Ingenieurbüros

Anstehende Veranstaltungen

Sa, 29.10.2022

Fortbildung für Sicherheitsbeauftragte in Gladbeck

Wir bieten regelmäßig über das Jahr verteilt Fortbildungen für Sicherheitsbeauftragte an. Leider sind alle Teilnahmeplätze für den aktuellen Termin vergeben.

Di - Do, 18. - 20.10.2022

Arbeitsschutz aktuell
A + A 2022 in Stuttgart

Die Messe „Arbeitsschutz aktuell“ in Stuttgart ist Fachmesse, Kongress und Regionalforum für den modernen Arbeits- und Gesundheitsschutz.